Die Gewinnung des öffentlichen Vertrauens. Ein Lehrbuch der Markentechnik

 In Hintergrund

Für Markentechniker ist es nach wie vor das Buch der Marken-Bücher und daher selbstverständlich der erste Buchtipp auf diesem Blog: Hans Domizlaffs „Die Gewinnung des öffentlichen Vertrauens“ genießt einen legendären Ruf, weil es weit mehr bietet als ein paar schlaue Gedanken zur Markenführung.

Dem Leser, der sich auf dieses Buch und seinen durchaus eigenwilligen Ansatz einlässt, eröffnet sich ein umfassendes Gedankengebäude, eine ganzheitliche Sicht auf das Phänomen Marke, die auch heute – nach 70 Jahren – nichts von ihrer Faszination verloren hat. Im Gegenteil: Obgleich das Buch natürlich tatsächlich aus einer anderen Zeit mit einer ganz anderen Markt- und Medienrealität stammt, lässt es sich gerade in Bezug auf zeitgemäße Problemstellungen hervorragend „emulieren“: Ob man an das Verhältnis von Hersteller- und Handelsmarken, die Gestaltung komplexerer Markenarchitekturen oder die Konsumentenvernetzung im Web2.0 denkt – die Übertragung von Domizlaffs Ansatz auf aktuelle Themen im Marketing bringt dem geneigten Leser freudigen Erkenntnisgewinn.

Die Gewinnung des öffentlichen Vertrauens - Markentechnik - Hans Domizlaff

Die Gewinnung des öffentlichen Vertrauens – Hans Domizlaff

Durch das gesamte Buch zieht sich ein Spannungsverhältnis, das bereits im Titel anklingt: Einserseits beschreibt Domizlaff sehr konkret und handfest, was zu tun und was zu unterlassen ist, damit eine Marke entstehen kann. Andererseits macht er unmissverständlich deutlich, dass man Marken eben nicht einfach „machen“ kann, dass sie sich nicht mit derselben einfachen Kausalität erzeugen lassen wie ihre Produkte.

Er verdeutlicht, dass Markenvertrauen nicht mit Reklame und möglichst großem Werbedruck herbei gezwungen werden kann – sondern dass sich die Markenbildung im Publikum vollzieht, welches sich gewissermaßen um eine Leistung herum formiert und dessen Vertrauen man sukzessive „gewinnen“ muss. Diese Spannung zwischen den beiden Polen der „natürlichen Markenbildung“ im Publikum und den „Techniken“, die der Unternehmer zur Stimulierung dieses Prozesses einsetzt, macht das Wesen der Markentechnik aus.

Wir werden uns auf markentechnik-blog in Zukunft noch intensiv mit der frühen Markentechnik Hans Domizlaffs beschäftigen. An dieser Stelle schließen wir mit einer deutlichen Empfehlung: Wer dieses Buch noch nicht besitzt, sollte es sich schnellstens zulegen. Und wer es schon kennt, sollte es ruhig ‚mal wieder lesen. Es lohnt sich.

Das Buch kann u.a. bei der Gesellschaft zur Erforschung des Markenwesens (G·E·M) bestellt werden.

Übersicht der 22 „Grundgesetze der natürlichen Markenbildung“ als PDF.

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