Konkret werden! (5) – Globetrotter holt die Wildnis ins Haus

 In Konkret werden!, Markenstrategie, Welt der Marken

Als Händler für Trekking-Bekleidung und -Ausrüstung hat Globetrotter eine starke Markenpositionierung besetzt: Das Unternehmen inszeniert sich äußerst konsequent als die Nummer eins, wenn es um Outdoor-Themen geht. Diese Markenbotschaft speist sich aus authentischen Motiven – die Gründer selbst können auf eine langjährige Erfahrung als Globetrotter und Überlebensexperten zurückblicken. Dieses Know-how in allen Bereichen sichtbar zu machen, ist dem Unternehmen auf äußerst prägnante Weise gelungen.

Am eindrucksvollsten äußert sich dies in der Gestaltung der Filialen der Marke. Wer in einen Globetrotter Megastore geht, hat das Gefühl, in eine ganz spezielle Erlebniswelt einzutauchen: Die Natur scheint plötzlich ganz nah, Reise- und Abenteuerlust werden geweckt. Hier erhält der Kunde nicht einfach Ware von der Stange. Die Outdoor-Produkte sind vielmehr in eine Welt gebettet, in der die Gegebenheiten der freien Wildbahn nachempfunden werden.

Globetrotter
Globetrotter weiß, was den Konsumenten bei seinen Trekkingreisen draußen erwartet und dass er dazu ein Equipment braucht, auf das er sich verlassen kann. Von diesem Know-how – beste Ausrüstungsqualität und höchste Funktionalität – können sich Kunden direkt vor Ort überzeugen: Sie können die Produkte unter realen Bedingungen testen.

  • In der Kältekammer herrschen 25 Grad Frost. Hier lassen sich Schlafsack und Kleidung auf Polartauglichkeit prüfen. Eine Infrarotkamera macht über einen Bildschirm den Wärmeverlust deutlich.
  • Wer wissen möchte, ob die gewünschte Jacke tatsächlich wasserfest ist, kann sich in die Regenkammer begeben. Hier können sowohl ein leichter Nieselregen als auch ein Tropensturm ausgelöst werden. Eine Watthose aus Gummi verhindert, dass Schuhe und Hose der Kunden nass werden.
  • Über Stock und Stein geht es auf dem Probepfad. Dieser wartet mit Gefälle und verschiedenen Gesteinsarten auf, sodass hier ausprobiert werden kann, ob der gewählte Schuh hält, was er verspricht.
  • Eine Kletterwand bietet verschiedene Schwierigkeitsgrade, im Klettertunnel gibt es gar einen Über-Kopf-Parcours, in dem Material und Schuhwerk getestet werden können.
  • In einem Wassersportbecken hat man die Möglichkeit, das neue Taucher-Equipment zu prüfen oder ein Kanu zu Wasser zu lassen.

Diese Erlebnismöglichkeiten entfalten ihre Wirkung natürlich nicht nur auf denjenigen, der sie aktiv nutzt, sondern sind auch für die zuschauenden Kunden äußerst eindrucksvoll. Daneben setzt die Marke auf höchste Qualität in der Produktauswahl und intensive Beratungsleistung. Nicht umsonst spricht Globetrotter von seinen Mitarbeitern als „Experten“, die mit einer praxisnahen Kompetenz aufwarten und ganz genau wissen, worauf es ankommt. Sie selbst sind begeisterte Outdoor-Liebhaber und erfahrene Reisende, die mit Insidertipps und Ratschlägen dem Kunden zur Seite stehen.
Dass sich das Unternehmen als erster Ansprechpartner in Sachen Outdoor versteht, zeigt sich an weiteren konkreten Leistungen: In der umfangreichen Karten- und Buchabteilung sowie im Globetrotter-Reisebüro erhalten Kunden Unterstützung bei ihrer Reiseplanung. Mediziner beraten und impfen Kunden in einer integrierten Niederlassung des Tropeninstitutes der jeweiligen Stadt. Der Katalog, der das umfangreiche Sortiment vorgestellt, nennt sich „Handbuch“.
Globetrotter ist damit ein sehr guter Beleg dafür, dass der Handel über ganz besondere Möglichkeiten verfügt, sich als Marke zu positionieren. Und zwar nicht mittels eines diffusen „Einkaufserlebnisses“ – sondern durch tatsächlich positionierende Leistungen und sehr konkrete Details im Kundenkontakt.

Dieser Text gehört zu unserer Artikel-Serie “Konkret werden!”, in der wir beispielhafte Marken vorstellen und diskutieren, denen es gelungen ist, ihre Positionierung in besonders prägnanter Weise auf den Punkt zu bringen.

Eine Übersicht aller Beiträge befindet sich hier.

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