Lufthansa-Pilotenmütze: Markenstärkung per Gerichtsbeschluss

 In kurz & bündig

Dass die Bekleidung von Mitarbeitern ein wichtiges Element des Markenauftritts sein kann, ist schon lange bekannt. Kleiderordnung ist jedoch ein heikles Thema, das selten eine Betrachtung aus allen Blickwinkeln erfährt – aktuell zu beobachten am Beispiel der Dienstmützenpflicht von Lufthansa-Piloten.

Lufthansa-Pilotenmütze: Markenstärkung per Gerichtsbeschluss

Das Kölner Landesarbeitsgericht hat entschieden: Piloten der Lufthansa müssen ihre Dienstmütze weiterhin auch im Terminal tragen. Geklagt hatte ein Pilot gegen die Ungleichbehandlung zwischen männlichen und weiblichen Kollegen, denn Pilotinnen sind zum Tragen der Mütze nicht verpflichtet. Von der Gleichbehandlung abgesehen, bringt die Uniform aus Markensicht einige nicht unerhebliche Vorteile mit sich und somit auch die Pilotenmütze.

In nahezu jedem Unternehmen gibt es Situationen, in denen einzelne Mitarbeiter für den Kunden die Marke verkörpern. In denen sie zu Markenbotschaftern und zum wichtigsten Kommunikationskanal für  Markenwerte und Leistungsversprechen werden. Die Kunden schließen in diesen Momenten direkt vom Verhalten und äußeren Erscheinungsbild der einzelnen Person auf den Charakter der gesamten Marke. Entsprechend tragen Mitarbeiter durch ihre Außenwirkung Verantwortung für das Unternehmen und dessen wirtschaftlichen Erfolg. Uniformen verstärken das Bild, das Kunden von einer Marke gewinnen. Oft sind sie auch ein essentieller Bestandteil des Berufs, zum Beispiel bei Offizieren, Polizisten, Richtern – oder eben bei Piloten.

Der Beruf des Piloten genießt ein sehr hohes Ansehen. Sehen wir einen Piloten in einer schicken Uniform, vertrauen wir ihm blind unser Leben an. Von dieser Kompetenz und Vertrauenswürdigkeit, die ihm durch die Uniform automatisch zugeschrieben wird, profitieren er und die Airline gleichermaßen, und somit auch die Marke. Zudem unterstreicht die Marke Lufthansa die kompetente Wirkung ihrer Piloten, da sie als sehr sicher und verlässlich gilt. Weder die Fluggesellschaft noch die Piloten haben Interesse daran, diesen wichtigen Touchpoint in der Markenwahrnehmung zu verwässern. Im Gegenteil: Alle Parteien sollten sich der durchwegs positiven Markenenergie bewusst sein, denn langfristig gesehen sichert sie einen großen Teil des wirtschaftlichen Erfolgs des Unternehmens und somit auch sehr viele Arbeitsplätze.

Einen ausführlicheren Beitrag zum Thema Corporate Fashion finden Sie im folgenden Artikel: Corporate Fashion. Als Konfliktfeld nicht geeignet.

Kontakt

Wir freuen uns über Ihre Nachricht.

Not readable? Change text.