Werber-Werbung mit fragwürdigem Markenverständnis

Scholz & Friends hat Eigenwerbung in Form eines kleinen Films (Dramatic Shift in Marketing Reality) veröffentlicht und damit bereits ganz unterschiedliche Reaktionen in der Community (siehe Werbeblogger, mediaclinique) erzeugt. Tenor des hübsch gemachten Films ist der Wechsel von klassischer Werbung zu Social Media und die Überforderung der Konsumenten durch eine Flut austauschbarer Produkte/Marken in der heutigen Zeit.

Die vom Betrachter zu vermutende Abhilfe besteht wohl in der Leistung der genannten Werbeagentur. Genauere Erläuterungen zur Problemlösung durch Scholz & Friends bleibt der Film jedoch schuldig. Also wie ist das nun zu verstehen?

Als Unternehmen – sprich: als Kunde der Werbeagentur – könnte man durchaus irritiert sein von einer solchen Darstellung seiner unternehmerischen Leistungen. Offenbart der Film doch eine generelle Haltung, dass Produkte vor allem durch die Arbeit einer Werbeagentur ihre Differenzierung und ihren Mehrwert erhalten. Erst nachdem sie mit positiven Images aufgeladen wurden, sind sie für die Kunden interessant.

Ein solches Markenverständnis zeigt deutlich, wie weit sich diese Branche in Teilen von ihren Kunden entfernt haben muss und wie wenig Bezug und echtes Verständnis sie für jene Leistungen hat, die sie ernähren. Auf der Unternehmerseite lässt ein solches Gebaren dagegen auf eine gewisse Hilflosigkeit im Umgang mit ihren Marken schließen.